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EPHEMERE, 2016, Intervention von Julia Bornefeld, Kunsthaus Graz

EPHEMERE, 2016, Intervention von Julia Bornefeld, Kunsthaus Graz

EPHEMERE, 2016, 300 x 200 x 200 cm, Kupfer (Cent-Münzen), Stahl, LED-Lichtsystem, Courtesy Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Wien

2016-11-08 - 2017-01-08

EPHEMERE
Eine Intervention von Julia Bornefeld
08.11.2016-08.01.2017

Kuratiert von: Katrin Bucher Trantow
Ort: Space05

Mit EPHEMERE zieht ein glanzvolles Lichtobjekt in den Space05 ein, der für vorweihnachtliche Vermietungen und Feste leergeräumt wurde. Der luxuriöse Luster wurde von der multimedial arbeitenden deutschen Künstlerin Julia Bornefeld geschaffen und thematisiert mehrdeutige Eigenschaften zwischen Formen der Funktionalität (als Lampe bzw. vermietbarer Raum), als Schmuckobjekt, als Lichtskulptur und wirkt auch – durchaus konsumkritisch – als ortsspezifische Intervention im „freien“ Kunstraum.

EPHEMERE („ephemer“ = flüchtig, vergänglich) ist zusammengesetzt aus Tausenden Ein-Cent-Münzen. Zunächst erinnert sein Glanz und seine Größe an schillernde Kronleuchter aus der Jahrhundertwende und der Zeit des Art déco. Auf den zweiten Blick spielen die Kupfermünzen jedoch auf die Flüchtigkeit von Werten an, auf die Vergänglichkeit des Geldes an sich, und auch auf den unmittelbaren Plan der europäischen Banken, die „wertlosen“ Ein-  und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen.